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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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25. Oktober 2008
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Aufrufe: 4043
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Spezialschiff nutzt Strömung zur Stromerzeugung
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Meerenge von Messina bietet
ideale Voraussetzungen
Messina - Die zu der Südtiroler Fri-el Green Power
http://www.fri-el.it
gehörende Tochtergesellschaft Seapower hat mit der Entwicklung eines neuartigen
Systems zur Stromerzeugung begonnen. Auf der Meerenge von Messina wird mit Hilfe
eines Spezialschiffes und an Bojen aufgehängten Turbinen die Kraft der
Meeresströmung genutzt.
An dem verwendeten Prototypen sind vier Schlepptaue an jeweils fünf Turbinen
mit einem Durchmesser von vier Metern angebracht. Sie sind mit einer gemeinsamen
Antriebswelle und einem auf dem Schiff positionierten Stromgenerator verbunden.
Eine etwas größere, unter dem Schiffsrumpf montierte Turbine sorgt zusätzlich
für die Nutzung der kinetischen Energie. "Während der neunmonatigen Testdauer
werden wir durch ein Unterwasserkabel voraussichtlich 400 Kilowatt Strom in das
öffentliche Netz leiten", erklärte Firmenchef Josef Gostner.
Möglich sei dies durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit im Golf von Messina,
die an manchen Stellen bis zu 2,5 Meter pro Sekunde betrage. Die dortige
Wasserenergie entspreche der Leistung von drei Mio. Kernkraftwerken.
Durchgeführt wird das Projekt in Zusammenarbeit mit Prof. Domenico Coiro,
Forschungsleiter am Dipartimento di Ingegneria Areospaziale der Universität von
Neapel "Federico II". Die Landesregierung des Trentino - Alto Adige wird sich
mit 40 Prozent an den Kosten beteiligen. Als Vorteile der international
patentierten Technologie kämen neben der einfachen Modularbauweise und
Transportierbarkeit vor allem die geringen Produktions- und Wartungskosten zum
Tragen.
"Bei unserem Pilotvorhaben handelt es sich nur um einen ersten Schritt, da der
Stromtransport bei mehr als 100 Meter Entfernung problematisch wird und die
Stromerzeugung deshalb in Küstennähe erfolgen muss", erläutert Gostner. In einer
späteren Projektphase sollen deshalb die Schiffe auf hoher See im Atlantik
operieren und mit Hilfe des Elektrolyse-Verfahrens eigenständig Wasserstoff
produzieren. Dieser könne durch Tankschiffe an Land transportiert und dort
gespeichert werden. Vorstellbar sei eine Flotte von fünfzig Schiffen mit einer
Gesamtkapazität von 1.000 Megawatt und einer jährlichen Produktionsmenge von
acht Terawattstunden. (pressetext.austria)
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