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29. September 2008
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Aufrufe: 4051
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Energiesparlampen fallen bei Öko-Test durch
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Elektroindustrie protestiert:
"Test methodisch unzureichend"
Frankfurt - Energiesparlampen sind weniger sparsam als
versprochen und schonen sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt nicht in dem
Ausmaß, wie vonseiten der Hersteller kommuniziert. Zu diesem vernichtenden
Ergebnis kommt die Zeitschrift Öko-Test
http://www.oekotest.de beim
Vergleich verschiedener Exemplare mit herkömmlichen Glühbirnen. Zwar würden die
Lampen tatsächlich Strom sparen, "aber nicht 80 Prozent gegenüber der Glühbirne,
wie es üblicherweise kommuniziert wird." Derartige Berechnungen würden die
geringere Helligkeit von Sparlampen nicht berücksichtigen. Elektrisch stärkere
Wechselfelder als bei Glühbirnen und höhere Frequenzen als Folge der
elektronischen Vorschaltgeräte würden die Energiesparlampe zu einer "erheblich
schlechteren, verzerrten und schmutzigen Lichtquelle machen." Zudem sei sie
aufgrund ihres Quecksilbergehaltes Sondermüll, schreibt Öko-Test.
Das Ergebnis stößt bei der Elektronikindustrie auf massive Kritik: Die
Untersuchungsmethoden des Energiesparlampen-Tests seien unzureichend. Darüber
hinaus sei es verantwortungslos, den Verbrauchern vom Kauf von Energiesparlampen
als Ersatz für Glühlampen abzuraten. "Energiesparlampen bleiben nicht hinter den
Erwartungen zurück, bedürfen aber sauberer Messungen", meint Jürgen Waldorf,
Geschäftsführer des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
(ZVEI) http://www.zvei.org. Öko-Test zufolge könne das Testergebnis jedoch nicht
überzeugen. Keines der untersuchten Modelle habe eine bessere Note als
"befriedigend" verdient.
Für viele Anwendungsfälle seien Energiesparlampen nicht geeignet. Abseits von
technischen Unzulänglichkeiten kritisiert Öko-Test gesundheitliche Risiken, die
man bei der Anwendung eingehe. "Es stellt sich die berechtigte Frage, ob die
Klimaschutzziele nicht mit anderen Mitteln besser und weniger risikoreich zu
erreichen sind", heißt es in dem Testresultat. Öko-Test hat 16 verschiedene
warmweiße Energiesparlampen nach den Kriterien Helligkeit, Lichtqualität,
Haltbarkeit, Energieeffizienz, Elektrosmog und Material untersucht. Das
enttäuschende Ergebnis spart bei keinem der Punkte an Kritik: Nur vier Modelle
könnten es in punkto Helligkeit mit einer 60-Watt-Glühbirne aufnehmen, wegen der
schlechten Lichtqualität seien Energiesparlampen ein biologischer Risikofaktor
und die Haltbarkeit sei trotz höherer Angaben nicht zufriedenstellend.
"Energiesparlampen sind selbst nach den Öko-Test-Ergebnissen die durchgängig
bessere Lösung und damit eindeutig eine ökologisch sinnvolle Alternative zu
Glühlampen", entgegnet Waldorf. Der Experte weist darauf hin, dass es beim
Vergleich von Leuchtmitteln normierte Verfahren gebe, um etwa die Lichtstärke zu
messen. "Öko-Test hat den Lichtstrom auf einer Fläche gemessen", kritisiert
Waldorf. Die Geometrie der Energiesparlampe nehme jedoch Einfluss auf den
Lichteinfall auf die Fläche, besonders wenn die Leuchte nicht für die Lampe
gebaut sei. "Wir denken, dass die von uns angewendeten Methoden in keinem Fall
unzureichend sind. Diese müssen auch gerichtlich standhalten und werden streng
geprüft", sagt Gabriele Achstetter, Öko-Test-Redakteurin im Bereich Bauen
und Wohnen.
"Auf dem Markt werden Billiglösungen angeboten, die auch der ZVEI nicht
gutheißen kann. Dem Verbraucher ist zu empfehlen, beim Kauf auf etablierte
Marken zu setzen und zur Information vorzugsweise die Testergebnisse von
Stiftung Warentest heranzuziehen", erklärt Waldorf. Darin sei jede dritte
untersuchte Lampe mit "gut" bewertet worden. "Stiftung Warentest kommt nicht auf
sehr viel bessere Ergebnisse als wir. Wenn Lampen in unserem Gesamtresultat
schlechter abschneiden als bei Stiftung Warentest, liegt dies an weiteren
Parametern, die zur Untersuchung herangezogen wurden", schließt Achstetter. (pressetext.deutschland)
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