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20. November 2006
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Aufrufe: 4079
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Komplementär-Medizin hilft auch Krebspatienten
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3. Internationaler Kongress am
7. und 8. Dezember in Salzburg
Wien/Salzburg
- Aufgrund des großen Erfolgs des 2. Internationalen Kongress für
Komplementärmedizin und Krebserkrankungen im November 2005 in Wien, haben die
Veranstalter nun eine Fortsetzung in Salzburg beschlossen. Der 3. Internationale
Kongress "Complementary Medicine meets Oncology"
http://www.komplementaertherapien.at findet am 7. und 8. Dezember im
Rennaissance Hotel in der Stadt Salzburg statt. Bei der diesjährigen Tagung
werden aktuelle Entwicklungen im Bereich der Onkologie, neue Therapieansätze und
Begleittherapien und wesentliche Informationen für eine kompetente
komplementärmedizinische Beratung und Behandlung vorgestellt.
"In den vergangenen Jahren haben sich neue, viel versprechende Therapiemethoden
für Krebspatienten etabliert. Die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen zu
komplementären Krebsmethoden während oder im Anschluss klinischer Therapien ist
deutlich gestiegen", so Leo Auerbach von der Arbeitsgruppe für
Komplementärmedizin bei malignen Erkrankungen und wissenschaftlicher Leiter der
Konferenz. "Zahlreiche Untersuchungen der vergangenen Jahre haben aufgezeigt,
welchen Stellenwert einzelne zusätzliche Verfahren für Krebspatienten bieten
können", erklärt der Mediziner, der in der Abteilung für spezielle Gynäkologie
an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien tätig ist. Die Erhaltung
der Lebensqualität und die bestmögliche Reduktion der Nebenwirkungen von Chemo-,
Hormon-, Immun- oder Strahlentherapie stehen im Mittelpunkt des Interesses.
"Neue Erkenntnisse gibt es im Bereich der pflanzlichen Hormone. Wir berichten,
welche dieser Phytohormone wann eingesetzt werden können, und welche nicht", so
Auerbach. "So finden heute interessante Diskussionen über den Einsatz von so
genannten Phytotherapien wie Weihrauch, Krallendorn, Misteltherapie und Cannabis
in der Onkologie statt", erklärt der Experte. "Berücksichtigung finden aktuelle
internationale wissenschaftliche Publikationen auch zu fernöstlichen Verfahren
wie Ayurveda oder Kräutertherapien aus der traditionell chinesischen Medizin.
Auch neue Daten zur Hyperthermie, die Bedeutung des Faktor-AF2 als
immunstimulierende Therapie sowie neue Erkenntnisse und eine teilweise Revision
des Einsatzes von Vitaminen und Spurenelementen werden behandelt." Der zweite
wissenschaftliche Leiter, Michael Frass von der Spezialambulanz für Homöopathie
bei malignen Erkrankungen, Abteilung für Onkologie, Universitätsklinik für
Innere Medizin I, der Medizinischen Universität Wien, wird über die Kontroverse
der Homöopathie im Wissenschaftsmagazin Lancet sprechen. Hochrangige
internationale Spezialisten aus den verschiedenen Richtungen der komplementären
Medizin und der Onkologie wurden eingeladen, über die neuesten Entwicklungen auf
diesem Gebiet berichten.
"Die Komplementärmedizin bietet heute eine Vielzahl von
Behandlungsmöglichkeiten, die den krebskranken Patienten während und nach
belastenden Verfahren, wie etwa einer Chemotherapien ausgezeichnet unterstützen.
Seriöse Komplementärmedizin bedeutet immer eine Ergänzung zur Schulmedizin und
grenzt sich eindeutig von der sogenannten Alternativmedizin ab", meint Auerbach.
Der Erfahrungsaustausch zwischen den Experten selbst, aber auch mit den
praktischen Erfahrungen der niedergelassenen Ärzte sei ein weiterer wichtiger
Aspekt dieses Kongresses. "Die komplementäre Medizin umfasst ein sehr breites
Spektrum an unterschiedlichsten Therapiemethoden. Daher ist es sehr wichtig,
nachweislich sinnvolle Therapien von jenen abzugrenzen, die für den Patienten
nicht nützlich erscheinen. Als universitäre Einrichtung legen wir besonderen
Wert auf wissenschaftlich fundierte Methoden, die nach Möglichkeit nach den
Kriterien der Evidence based Medicine evaluiert werden. Aufgrund der Vielzahl
der Verfahren gibt es hier ein sehr breites Betätigungsfeld für die
Wissenschaft, da der Nachweis der Wirksamkeit von komplementären Methoden oft
schwieriger und aufwendiger ist als in der Schulmedizin."
Am 8. Dezember findet zwischen 19.00 und 21.00 Uhr die Patientenveranstaltung
statt. (pte.at)
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