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10. Dezember 2007
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Aufrufe: 4047
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Insulin der Zukunft verspricht weniger Nebenwirkungen
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GlucoMetrix senkt Kosten mit
neuartiger Produktionstechnologie
Ruhpolding - Die GlucoMetrix AG
http://glucometrix.de hat
eine neuartige Technologie zur Insulin-Erzeugung entwickelt. "Bei der
Insulin-Produktion nach der GlucoMetrix-Methode sind die Auflösung von
Protein-Aggregaten und ein chemisches Refolding nicht mehr nötig. Dadurch wird
der Wirkungsgrad des Produktionsprozesses von 40 auf etwa 70 Prozent erhöht.
Gleichzeitig sinken die Produktionskosten gegenüber herkömmlichen
Herstellungsmethoden um bis zu 50 Prozent", so Peter Paul Schikora, Vorstand der
GlucoMetrix AG.
Das Insulin der Zukunft werde weniger Insulin-Isoformen enthalten als das
herkömmliche Insulin, welches in vitro - also im Blut - bei chemischer Faltung
produziert wird. "Dadurch steigert es die Lebensqualität vor allem von jenen
Diabetikern, die bisher bei Insulintherapien mit Nebenwirkungen zu kämpfen
hatten. Übelkeit und Magenschmerzen werden auf ein Minimum begrenzt", erläutert
die GlucoMetrix-Projektleiterin Sophia Ponomarenko. Daher eigne sich der
GlucoMetrix-Grundstoff besonders für den Einsatz bei Kindern. Das neue Insulin
sei darüber hinaus resistenter und stabiler gegenüber proteolytischen Enzymen
der Wirtzellen.
Das für den menschlichen Körper erforderliche Insulin ist ein mit rekombinanter
DNS(rDNA)-Technik hergestelltes Arzneimittel. Es ist dem natürlichen, in der
Bauchspeicheldrüse produzierten Insulin nachempfunden. Bei der herkömmlichen
Produktion wird das Insulin rDNA synthetisiert und in bakterielle oder
Hefepilz-Zellen transportiert, sodass diese gentechnisch veränderten Bakterien
oder Hefepilze das Humaninsulin produzieren können. Das bei diesem Prozess
entstandene Protein benötigt die richtige dreidimensionale Struktur. Dazu ist
eine Faltung der Hormonmoleküle nötig, die wiederum Voraussetzung für die
fehlerfreie Funktion des Proteins ist. Bei dieser Methode müssen im Nachgang
noch eine Auflösung und ein Refolding der entstandenen Kristalle erfolgen, um am
Ende das eigentliche Insulin zu bekommen. Diese beiden Prozesse, die auch Teil
der Proteinreinigung sind, machen die Insulinherstellung bislang teuer: Sie
verschlingen bis zu 90 Prozent der Produktionskosten. Gleichzeitig wird nur ein
Wirkungsgrad von rund 40 Prozent erzielt, denn etwa 60 Prozent der
Insulinsubstanz geht auf diesem Weg verloren. (pte.at)
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