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21. Februar 2012
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Aufrufe: 4106
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Intelligentes Tasten-Telefon für Blinde
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Konzept bietet Alternative zu Smartphones
Sheffield
- Produktdesigner Shikun Sun von der Sheffield Hallam University
http://shu.ac.uk hat ein Telefon
namens "DrawBraille" entworfen, das Blinden und Sehbehinderten die tägliche
Kommunikation erleichtern soll. Es setzt auf eine mechanische Tastatur und ein
dynamisches Lesefeld. Damit sollen sich Nachrichten schnell lesen und verfassen
lassen und auch die Navigation durch verschiedene Menüs schnell gelingen.
Dynamisches Lesefeld
Die untere Hälfte von DrawBraille besteht aus insgesamt 35 sechs-löchrigen
Matrizzen, die in Fünferreihen untereinander angeordnet sind. Diese wiederum
umfassen zwei Dreiherreihen mit Stiften, die darin eingebettet sind. Wenn
benötigt, schießen diese empor und bilden damit Zeichen in Blindenschrift.
Gleichzeitig reagieren die Braillefelder auch auf Druck und fungieren damit auch
als auswählbare Menüpunkte im Stil eines Touchscreens. Neben der Steuerung
dienen sie auch zum Ablesen empfangener Textnachrichten und als Kontrollfeld für
eigene Eingaben.
Eine Bewegung pro Zeichen
Diese erfolgen über die obere Hälfte von DrawBraille. Dort sind 15 Tasten
verbaut, deren sechs Tasten im Zentrum zum Schreiben dienen. Über sie kann der
Nutzer jeweils das nächste Zeichen erstellen. Die Randfelder dienen dabei als
"Pfad" zur schnellen Komposition eines Buchstaben in einer Bewegung oder zur
Eingabe von Ziffern.
Ergänzt wird das Gerät von verschiedenen Shortcut-Tasten und größeren Buttons,
etwa zur Annahme und Ablehnung von Anrufen. Das Design sieht alle
Grundfunktionen der Mobiltelefonie - wie SMS, ein Adressbuch und Kurzwahl - als
auch die Integration eines Audioplayers vor. Auch über den Batteriestand kann
sich der User schnell informieren. Dafür sind fünf Stifte am Rande des Gehäuses
vorgesehen, die den Füllstand in 20-Prozent-Schritten angeben.
Voice-Control noch nicht perfekt
Das Bedienkonzept des Telefons bietet eine durchdachte Alternative zu
Smartphones, die aufgrund ihrer Sprachsteuerungs-Funktionen für diesen
Nutzerkreis interessant sind. Entwicklungen wie "Siri" gelten bereits als weit
entwickelt, sind jedoch in der Regel noch nicht zuverlässig genug um als
einziges Steuerinstrument für ein Mobilgerät zu dienen. Ob Suns Entwicklung in
ein Produkt umgesetzt wird, ist nicht bekannt. (presstext.redaktion)
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