|
|
Home NEU
Home
Aktuelle Heftausgabe
Adressen
Kalender
Bücher
Themen & Texte
Videos
Lexikon
Links
Services
Abo-Service
Inserieren
Mediadaten
Kontakt
Impressum
Login
|
|
Neuigkeiten
aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
|
|
Warning: A non-numeric value encountered in /www/htdocs/bewusste/news.php on line 127
1. Februar 2012
|
Aufrufe: 4423
|
|
|
|
Wiener Gebiertskrankenkasse stoppt Psychotherapie
|
|
|
[Home]
--> [News-Archiv]
|
|
|
Die Kürzung könnte rund 225.000 Patienten im Jahr treffen
Wien
- Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP)
schlägt Alarm: die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) hat aus budgetären Gründen
dem größten psychotherapeutischen Versorgungsverband alle Neuanträge für
Einzel-Psychotherapie gesperrt - voraussichtlich bis zum Frühjahr 2013.
Betroffen sind 550 Psychotherapeuten, die über die Wiener Gesellschaft für
psychotherapeutische Versorgung (WGPV) mit der WGKK abrechnen, bzw. hat das
nachhaltige Auswirkungen für rund 225.000 Patienten pro Jahr. Laufende
Behandlungen und Anträge auf Kostenzuschuss sowie auch Therapien für Kinder
sollen jedoch nicht betroffen sein.
Andere Vereine bzw. Institutionen sind von dieser Maßnahme vorerst nicht
betroffen, wie z.B. die Psyochosozialen Dienste. Laut WGKK gibt es einen zweiten
Verein, den Verein für ambulante Psychotherapie (VAP), der über ein Kontingent
von 45.000 Stunden verfüge und somit Kapazitäten für neue Anträge auf Therapie
hat.
Die WGKK begründet ihre Vorgehensweise damit, dass seit Jahren mit den
Vertragspartnern Stundenkontigente vereinbart wurden, die von der WGPV
regelmäßig überzogen wurden. Bei diesem Verrechnungsmodell wird ein
Pauschalbetrag für eine gewisse Stundenleistung zugeordnet. Jährlich ausgemacht
gewesen sei ein Kontingent von knapp 74.000 Stunden, der Verein (WGPV) habe in
der jüngeren Vergangenheit jedoch rund 28.000 Stunden zu viel verbucht.
So lobenswert einerseits der Sparwille der WGKK ist, so fragwürdig ist es
andererseits, wie sinnvoll bzw. ethisch richtig es ist gerade bei jener
Menschengruppe den Sparstift anzusetzen, die ohnedies schon geschwächt ist und
von der man weiß, dass sie durch unsere gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
stark im Wachsen ist. Irgendwie kann man sich nicht des Eindrucks erwähren, dass
manchen im Gesundheitswesen es lieber ist Psychopharmaka, wie z.B.
Antidepressiva, zu verschreiben, als den Menschen auf nichtmedikamentöse Weise
zu helfen.
Auch Grüne üben Kritik und sprechen von Zwei-Klassen-Medizin
Scharfe Kritik am Vorgehen der WGKK übte unterdessen der grüne
Gesundheitssprecher Kurt Grünewald: ?Die Verweigerung einer adäquaten und
notwendigen Versorgung wäre bei körperlich Kranken undenkbar und würde
allgemeine Empörung auslösen. Die Wiener Gebietskrankenkasse soll diese
Diskriminierung psychisch Kranker sofort stoppen. Wenn die Kassen den Auftrag
haben, PatientInnen Therapien nach neuestem Erkenntnisstand ausreichend und
angemessen anzubieten, dann muss das auch für psychisch Kranke gelten. Spät
erkannte Störungen, verzögerte Diagnosen und überlange Wartezeiten auf eine
geeignete Therapie fördern Chronifizierungen, Arbeitsausfälle durch lange
Krankenstände und erhöhen die Zahl von Invaliditätspensionen. All das zusammen
kommt eklatant teurer als die Finanzierung einer zeitgemäßen und ausreichenden
Versorgung. Pro Versichertem werden in Deutschland hier entschieden mehr Mittel
eingesetzt, während Österreich im Reich der Planungen und Versprechungen
verharrt?, kritisiert Grünewald. ?Diese hier zu Tage tretende
Zwei-Klassen-Medizin und Diskriminierung muss ein Ende haben?, fordert Grünewald
und erwartet dazu ein eindeutiges politisches Bekenntnis.
Weiterführende Links
(bs)
|
Home
Nachrichten-Überblick
|
|
|
©2026 Bewusst Sein - optimiert für Firefox mit Bildschirmauflösung 1024x768px
|