|
|
Home NEU
Home
Aktuelle Heftausgabe
Adressen
Kalender
Bücher
Themen & Texte
Videos
Lexikon
Links
Services
Abo-Service
Inserieren
Mediadaten
Kontakt
Impressum
Login
|
|
Neuigkeiten
aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
|
|
Warning: A non-numeric value encountered in /www/htdocs/bewusste/news.php on line 127
Kein Argument mehr für zivile Nutzung von Kernenergie
Hamburg - Fukushima war einer der letzten Sargnägel für die zivile Nutzung
der Atomenergie. Zu dieser Einschätzung kommt Stefan Schurig, Programmdirektor
für Klima und Energie beim Weltzukunftsrat
http://worldfuturecouncil.org
. "Der bereits bestehende Zweifel an der Sicherheit der Kernenergie hat sich
bestätigt und wird deshalb um so mehr fortbestehen. Es ist eine Frage der Zeit,
wann die Atomenergie-Kiste endlich geschlossen wird", so der Experte.
Sicherheitsglaube geplatzt
Neun Monate ist es her, seit der Tsunami die Explosion der Reaktoren 1, 2 und 3
im japanischen AKW Fukushima-Daiichi ausgelöst und somit zum Super-GAU geführt
hat. Noch immer ist die Situation außer Kontrolle: Auslaufendes radioaktives
Wasser, verseuchter Müll oder überschrittene Lebensmittel-Grenzwerte sind
weiterhin ein Problem. Der Osten und Nordosten Japans ist mit radioaktivem
Cäsium 137 belastet, während die Region um den Unglücksmeiler wohl für immer
unbewohnbar bleibt. Rund 34 Mrd. Euro an Entschädigung wurden im laufenden Jahr
von der Betreiberfirma Tepco eingefordert.
Die psychologische Wirkung Fukushimas auf den weltweiten Energiemarkt ist laut
Schurig stärker gewesen als die Ölkatastrophe der Deepwater Horizon im Jahr
davor. "Selbst bei Atomkraft-Befürwortern hat Fukushima einen enormen Eindruck
hinterlassen. Denn führte man das Tschernobyl-Unglück oft auf die vermeintlich
unsichere Führung in der Sowjetunion zurück, ist nun auch der Glaube an die
"sichere" Atomenergie in einem hochindustrialisiertem Staat endgültig geplatzt."
Atomstrom teurer als Erneuerbare
Dabei sei die Atomkatastrophe für diese Erkenntnis gar nicht nötig gewesen.
"Atomenergie ist gefährlich, scheitert langfristig an den immer knapperen
Uranreserven und liefert keine Lösung für das Entsorgungsproblem. Doch auch der
Kostenaspekt spricht klar gegen Atomstrom. Strom aus erneuerbaren Energien ist
bereits deutlich billiger und die Schere wird künftig noch weiter auseinander
klaffen." Wie teuer neue AKWs sind, zeige jenes im finnischen Olkilouto vor, wo
der aktuelle Bau eines dritten Reaktorblocks statt geplanten drei Mrd. Euro
derzeit bereits 6,6 Mrd. Euro kostet und enorme Verzögerungen auftraten.
Wenn Staaten heute neu in die Atomkraft einsteigen, geschieht dies deshalb
weniger aus energiepolitischen Motiven, sondern sondern aus rein geopolitischem
Kalkül, betont Schurig. "Manche Länder spekulieren weiterhin darauf, als
Atommacht ernster genommen zu werden, da zivile Atomenergienutzung stets auch
die Möglichkeit einer Atomwaffen-Herstellung bedeutet. Dass dies noch immer
gilt, zeigt der Iran vor, jedoch auch die Atompläne der Vereinigten Arabischen
Emirate, die durch ein Überangebot von wesentlich günstigerer Sonnenenergie mit
Sicherheit keine Atomkraftwerke zur Energieerzeugung bräuchten."
Deutschland ist Vorreiter
Dabei wird das Potenzial der Atomkraft laut dem Energieexperten stark
überschätzt: Die weltweit 210 AKWs mit ihren 442 Reaktorblöcken decken derzeit
nur drei Prozent des Bedarfs an Primärenergie, während der Beitrag der
erneuerbaren Energien knapp 20 Prozent beträgt. Deutschland hat sich hier als
Vorreiter profiliert - einerseits mit der Rückkehr zum ursprünglichen Plan, 2022
alle Atomkraftwerke abzuschalten, andererseits durch den Boom der erneuerbaren
Energien.
"Seit 2000 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland von drei
auf 18 Prozent. Viele internationale Energieexperten schauen deshalb mit großem
Respekt und Interesse nach Europa, um die Transformation des Energiesektors auch
anderswo anzukurbeln", berichtet Schurig. (pressetext.redaktion)
|
Home
Nachrichten-Überblick
|
|
|
©2026 Bewusst Sein - optimiert für Firefox mit Bildschirmauflösung 1024x768px
|