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30. August 2011

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Erneuerbare Energien sind stark im kommen

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Erstmals 20 Prozent Ökostrom in Deutschland\r\n
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\r\n\r\nBerlin/Maria Laach - Dank mehr Windkraft und Sonnenstrom haben die erneuerbaren Energien \r\nerstmals einen Anteil von mehr als 20 Prozent an der Stromerzeugung in \r\nDeutschland. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und \r\nWasserwirtschaft (BDEW) deckte Strom etwa aus Wind- und Photovoltaikanlagen im \r\nersten Halbjahr mit 57,3 (2010: 50,4) Milliarden Kilowattstunden etwa 20,8 \r\nProzent des Strombedarfs.
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\r\nIm ersten Halbjahr 2010 waren es noch 18,3 Prozent. EU-Energiekommissar Günther \r\nOettinger (CDU) nannte den Ausbau der Ökoenergien vorbildlich, warnte aber wegen \r\nder Kosten der Energiewende vor einer schleichenden Deindustrialisierung \r\nDeutschlands. "Unsere Stromkosten sind gefährlich hoch", sagte Oettinger am \r\nMontag bei der Handelsblatt-Jahrestagung Erneuerbare Energien in Berlin.
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\r\nFür energieintensive Betriebe werde das zum Problem. Nur Dänemark habe in der \r\nEuropäischen Union einen höheren Strompreis. 48 Prozent des Strompreises in \r\nDeutschland seien "politikgetrieben", also Steuern und Abgaben. Daher liege eine \r\nVerantwortung auch bei der Politik, so wirke auch die Brennelementesteuer für \r\nAtomkraftwerk-Betreiber preistreibend. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, mit dem \r\nalle Stromverbraucher mit 3,5 Cent je Kilowattstunde die Ökoenergien fördern, \r\nsei zwar ein Erfolgsmodell. Es brauche aber wegen der üppigen Förderbedingungen \r\neine "sanfte Landung", sonst könnten sich die Subventionen mit \r\nEU-Wettbewerbsrecht stoßen.
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\r\nOettinger bekräftigte sein Eintreten für eine Harmonisierung der Förderung von \r\nStrom etwa aus Solar- und Windanlagen in Europa, denn sonst könne man keinen \r\nfunktionierenden europäischen Energie-Binnenmarkt entwickeln. "Wir müssen hier \r\ndie Brille Berlins weiten", sagte Oettinger. Eine Vereinheitlichung der \r\nÖko-Förderung würde Ländern wie Griechenland Chancen bieten, sich aus der \r\nSchuldenfalle zu befreien. "Oliven und Schafskäse alleine reichen nicht aus". In \r\nSüdeuropa gebe es 2000 Sonnenstunden, in Deutschland nur 800. "Der Kaufmann rät \r\ndort zu installieren, wo die Sonne scheint", sagte er.
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\r\nIn Deutschland gab es 2010 - weil die Förderung höher ist als in den meisten \r\nanderen EU-Staaten - einen massiven Zubau an Solaranlagen. Die Windenergie \r\nbleibt aber mit rund 7,5 (2010: 6,6) Prozent Anteil an der Stromerzeugung der \r\nwichtigste Ökostromlieferant. Es folgt Biomasse mit 5,6 (5,4) Prozent. Die \r\nPhotovoltaik konnte ihren Beitrag durch den Zubau und viel Sonne im Frühjahr \r\nfast verdoppeln und verdrängt Wasserkraft vom dritten Platz. Insgesamt lieferten \r\nSolaranlagen 3,5 (2,0) Prozent des Stroms. Wasserkraft lieferte 3,3 (3,6) \r\nProzent, der Rest verteilte sich auf andere Energiegewinnungsformen.
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\r\nBis 2020 sollen laut Regierung mindestens 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren \r\nEnergien kommen. Im Zuge der Energiewende halten 94 Prozent der Bürger den \r\nAusbau der erneuerbaren Energien für wichtig oder sehr wichtig, ergab eine \r\nUmfrage von TNS Infratest im Auftrag der Agentur für erneuerbare Energien.
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\r\nBundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist zuversichtlich, dass Deutschland \r\nseine Ziele beim Ausbau erneuerbarer Energien erfüllen wird. "Wenn ein Land in \r\nder Lage ist, diese Modernisierung zu leisten, dann sind wir das", sagte Röttgen \r\nbei einer Klausurtagung der rheinland-pfälzischen CDU in Maria Laach. Die \r\nEnergiewende sei von einem Angstthema zu einem Konsensthema geworden. (apa/dpa)


 

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