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18. August 2011

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Shell-Havarie: Nichts von BP gelernt!

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Jährlich 500 Unfälle mit Ölaustritt in der Nordsee
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\r\nLondon/Hamburg \r\n- Der Ölunfall nahe der Shell-Bohrinsel "Gannet Alpha" vor Schottland weitet \r\nsich laut britischer Regierung zur "schlimmsten Ölpest der Nordsee seit über \r\neinem Jahrzehnt" aus. Mindestens 217 Tonnen Rohöl sind seit Mittwoch der \r\nVorwoche aus der lecken Rohrleitung ins Meer geflossen, weitere 660 Tonnen \r\ndürfte die Pipeline noch enthalten. Der BBC zufolge sind Flugzeuge mit \r\nLösungsmitteln startklar und die kritische Phase ist erreicht, um beide Lecks zu \r\nstopfen. Umweltexperten fordern indes Gesetze für höhere Sicherheitsstandards \r\nbei Ölbohrungen.
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\r\nMüde Technik, hohes Risiko
\r\nÜberraschend kommt der Störfall nicht, blickt man auf die Ereignisse der \r\nvergangenen Jahre. "Allein in der Nordsee gibt es jährlich 500 Unfälle mit \r\nÖlaustritt, zudem fließen auch im alltäglichen Betrieb der Förderplattformen bis \r\nzu 10.000 Tonnen Öl pro Jahr in die Nordsee. Die meisten Plattformen leiten \r\nöliges Produktionswasser ungefiltert ins Meer", berichtet \r\nGreenpeace-Energieexperte Jörg Feddern\r\nhttp://greenpeace.de . Dazu \r\nkommen Missgeschicke, wie etwa jenes von 2007 vor Norwegen, als bei einer \r\nÖlverladung 3.500 Tonnen Öl ausrannen.
\r\nDie Ursache dieser vielen Umweltverschmutzungen liegen durchaus in der Technik. \r\n"In der Nordsee wird schon seit den 1970er-Jahren Öl gefördert. Die Plattformen \r\nund Pipelines sind veraltert und entsprechend anfällig für Materialermüdungen", \r\nso Feddern. Statt einer teuren Modernisierung nehmen die Betreiber lieber ein \r\nGefahrenrisiko in Kauf, doch auch menschliches Versagen lässt sich nie \r\nausschließen. Entsprechend gab Glen Cayley, technischer Produktionsdirektor für \r\nEuropa bei Shell, gegenüber der BBC Fehler bei der Inspektion und Instandhaltung \r\nzu, "ohne denen der Unfall nicht passiert wäre."
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\r\nNicht für Notfall gerüstet
\r\nEine herbe Enttäuschung liefert Shells Informationspolitik. "Alle dachten, dass \r\ndie Ölkonzerne aus der Deepwater Horizon-Katastrophe im Vorjahr gelernt hätten. \r\nDoch Shell informierte weder die Öffentlichkeit umgehend noch hatte der Konzern \r\nsofort Gegenmaßnahmen parat", kritisiert Feddern. Zwei Tage lang rang Shell in \r\nder Vorwoche nach dem Unfall um eine Medienmitteilung, nach drei weiteren Tagen \r\nbegann man erst, Strategien bekannt zu geben. Für Feddern ein Hinweis dafür, \r\ndass es keinen Notfallplan gab.
\r\nMehr Transparenz und schärfere Sicherheitsbestimmungen sind nötig, so der \r\nGreenpeace-Experte. Verbesserungen könnten verpflichtende Notfallpläne bringen, \r\ndie von unabhängigen Experten geprüft werden, zudem sollte Lizenz-vergebenden \r\nLänder als auch die EU die Ölindustrie zum Einsatz moderner Technik \r\nverpflichten, so lange diese bohren oder fördern. (pressetext.redaktion)


 

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