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22. August 2011
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Aufrufe: 4042
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Baumstruktur steigert Solar-Ausbeute um 50%
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\r\nNew York - Dem 13-jährigen New Yorker Aidan Dwyer ist es gelungen, die \r\nEnergieausbeute von Solarzellen um bis zu 50% zu steigern. Die Idee dazu kam ihm \r\nbei einem winterlichen Wanderausflug in die Berge. Über die Beobachtung und \r\nAnalyse des Wachstums von Bäumen kam er einem altbekannten, mathematischen \r\nMuster auf die Spur und bastelte dazu seinen eigenen Proof-of-Concept. Seine \r\nEntdeckung brachte ihm nicht nur ein potenziell wertvolles Patent, sondern auch \r\neinen "Young Naturalist Award" des Museum of Natural History\r\nhttp://amnh.com ein. \r\n \r\nVon der Antike in den Hinterhof \r\n"Die Form der Äste der Bäume kam mir eigenartig vor", beschreibt der Teenager \r\nden Beginn seiner Forschungsarbeit, die in den Catskill Mountains im Bundesstaat \r\nNew York begannen. "Ich dachte eigentlich, Bäume wären einfach eine Anhäufung \r\nverworrener Äste, doch ich konnte ein Muster in ihrem Wachstum erkennen. Ich \r\nmachte Fotos der Zweige verschiedener Baumarten, und die Anordnung wurde \r\nklarer." \r\nDwyer stellte fest, dass Äste in einem nach oben verlaufenden Spiralmuster \r\nwuchsen, und vermutete, dass dies vielleicht Vorteile bei der Lichtausbeute \r\nbringen könnte. Weitere Nachlese führte ihn vom antiken Indien über das 18. \r\nJahrhundert bis in den Hinterhof seines Hauses. \r\n \r\nFibonacci-Sequenz \r\nLetztlich stolperte er bei seinen Recherchen auch über Leonardo da Pisa, auch \r\ngenannt "Fibonacci", der sich im Italien des 13. Jahrhunderts mit der \r\nFortpflanzungsgeschwindigkeit von Hasen befasste. Dabei kam er auf ein \r\nZahlenmuster, dass sich schon in der Philosophie des altindischen Sanskrit \r\nwiederfindet. Dieses beginnt mit den Zahlen 0 und 1 und setzt sich durch die \r\nAddition des Ergebnisses mit der jeweils davor liegenden Ziffer fort. \r\nSo ergibt sich eine fortlaufende Zahlenreihe nach dem Schema "0, 1, 1, 2, 3, 5, \r\n8, 13,...", die auch als die Fibonacci-Sequenz bekannt ist. Diese liegt als \r\nnatürliche Bauweise etwa dem Gehäuse von Seeschnecken zu Grunde. Mitte des 18. \r\nJahrhunderts entdeckte Charles Bonnet die mathematische Basis für das Wachstum \r\nvon Bäumen. Und diese, so die Erkenntnis von Dwyer, entspricht Fibonaccis \r\nZahlenreihe. \r\n \r\nErfolgreicher Test \r\nDer junge Tüftler begann schließlich mit der Konstruktion eines Prototypen. Auf \r\neiner Plastikröhre befestigte er künstliche Zweige anhand der errechneten \r\nAnordnung und Winkelmaße. Das baumartige Konstrukt wurde schließlich um \r\nSolarzellen ergänzt, die den Platz der Blätter einnahmen. Zum Vergleich baute er \r\neine Miniatur einer herkömmlichen Anordnung, bei der die Solarpanels flach im \r\n45-Grad-Winkel aufliegen. \r\nDer Testlauf beider Modelle dauerte von Oktober bis Dezember, und im Schnitt \r\nfingen die Photovoltaikzellen am Baumgerüst täglich rund zweieinhalb Stunden \r\nlänger Sonnenlicht ein und kamen damit auf ein Energieplus von 20%. Beim \r\nSonnentiefststand im Dezember gelang seiner Erfindung sogar eine um 50% höher \r\nliegende Ausbeute. Gleichzeitig erwies sich die Bauweise als platzsparender und \r\nunempfindlicher gegen Wettereinflüsse. \r\nDwyer testet nun weitere Variationen der Fibonnaci-Sequenz, da sich Bäume je \r\nnach geografischer Lage unterschiedlicher Wachstumsmuster bedienen. Seinen \r\nAnsatz hat er sich mittlerweile patentieren lassen. Abseits des technologischen \r\nFortschritts hob er jedoch einen anderen Aspekt hervor: "Die wichtigste \r\nEntdeckung ist, dass uns die Natur auch in den dunkelsten Tagen des Winters ihre \r\nGeheimnisse verrät." (pressetext.redaktion)
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