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3. August 2011

Aufrufe: 4069

Längere Wurzeln speichern mehr CO2

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Experten: Getreidezüchtung kann Klima schützen
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\r\nManchester/Bayreuth \r\n- Die Landwirtschaft könnte einen Beitrag zur Verringerung des Kohlendioxids \r\n(CO2) in der Atmosphäre leisten, wenn sie Getreidesorten mit längeren Wurzeln \r\nverwendet. Diesen Vorschlag liefern Forscher der Universität Manchester\r\nhttp://www.manchester.ac.uk im Journal \r\n"Annals of Botany". "Die Züchtung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen mit \r\nlängeren Wurzeln hilft dem Klima und steigert dabei auch die Erträge", so \r\nStudienautor Douglas Kell.
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\r\nKohlenstoff tiefer speichern
\r\nDie Wurzeln der meisten Getreidesorten reichen nur etwa einen Meter tief in den \r\nBoden. Mit tieferen und buschigeren Wurzeln könnten Pflanzen "deutlich mehr" aus \r\nder Atmosphäre gefiltertes CO2 dauerhaft im Boden speichern, behauptet Kell. Wie \r\ngroß dieser Beitrag sein könnte, zeigt er in einem Kohlenstoff-Rechner (siehe:\r\n\r\nhttp://dbkgroup.org/carbonsequestration/rootsystem.html ). Als Nebeneffekt \r\nkönnten die Pflanzen auch Wasser und Nährstoffe besser speichern, was sie vor \r\nTrockenheit und Hochwasser schützt und den Ertrag steigert.
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\r\nSpringender Punkt CO2-Menge
\r\n"Der Vorschlag ist überlegenswert. Praktikabel für den Klimaschutz ist er jedoch \r\nnur dann, wenn er tatsächlich viel CO2 reduziert", urteilt Engbert Matzner vom \r\nInstitut für Bodenökologie der Universität Bayreuth http://www.uni-bayreuth.de \r\nim pressetext-Interview. Grundsätzlich sei der langfristige Beitrag der \r\nlandwirtschaftlichen Pflanzen zur CO2-Sequestrierung aus der Atmosphäre bisher \r\ngering - da der gefilterte Kohlenstoff der meisten Bestandteile durch Verzehr \r\nund Verarbeitung wieder freigesetzt wird.
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\r\nNoch skeptischer äußert sich Sebastian Gresset vom Lehrstuhl für \r\nPflanzenzüchtung der TU München \r\nhttp://www.plantbreeding.wzw.tum.de zu der Idee. "Pflanzenzüchter wählen \r\nunter rund 10.000 Pflanzen aus, können jedoch die Wurzellänge dabei nicht \r\nansehen. Dafür gibt es bisher noch keine Methode", so der Experte. Schwer \r\nvorstellbar sei auch die gleichzeitige Ertragssteigerung. "Pflanzen haben nur \r\nein begrenztes Potenzial, Biomasse zu speichern. Sie können nicht gleich viel in \r\ndie Saat und in die Wurzel investieren."
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\r\nOriginalstudie unter:\r\n\r\nhttp://aob.oxfordjournals.org/content/early/2011/08/03/aob.mcr175.full
(pressetext.redaktion)


 

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