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10. März 2009
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Aufrufe: 4037
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Krebspatienten: Medizinische Behandlung in Österreich mit Mankos
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Komplementärmedizin:
Kliniksprechstunden und Lehrstuhl gefordert
Wien- Die Beschwerden über die Situation der
Krebskranken häufen sich. Verstärkte medizinische Forschung und zusätzliches
Angebot von komplementärmedizinischen Therapien würde die Reintegration von
Krebskranken in den Arbeitsprozess fördern.
"In den letzten Wochen wurden wir mit einer deutlichen Zunahme an Beschwerden
über die Situation von Krebskranken in Wien konfrontiert", bestätigt Dietmar
Erlacher, vom Verein Krebspatienten für Krebspatienten. Fälle von ständig
wechselnden Ärzten, die nichts von der Anamnese wissen oder das Fehlen der
Urologen in den österreichischen Rehabilitationszentren bei Fällen von
Inkontinenz nach Prostata- oder Blasenkrebs. "Seit Monaten häuften sich
Unterbrechungen von Strahlentherapien im SMZ-Ost. Außerdem erhalten wir jeden
zweiten Tag einen Anruf über mangelhafte Beratung der Betroffenen durch die
behandelnden Ärzte im Krankenhaus nach der Diagnose Krebs", ärgert sich
Erlacher.
Ergänzende Betreuung durch Komplementärmedizin mangelhaft
Derzeit verlangen 81 % aller Krebspatienten zusätzlich zur schulmedizinischen
Behandlung ihrer Erkrankung eine unterstützende Therapie durch die Möglichkeiten
der Komplementärmedizin. "Besonders schlimm ist die Lage im AKH Wien. Die
Abteilung für Komplementärmedizin führt ein Schattendasein und behandelt nur
Frauen. Auch fehlt aus Sicht der Krebspatienten an der Med. Univ. Wien ein
längst überfälliger Lehrstuhl für Komplementärmedizin. Irgendwelche
Superschulmediziner arbeiten da dagegen, was ein arger Rückschritt für die
Onkologische Spitzenmedizin bedeutet", so Erlacher.
Auch muss es in jedem Bezirkskrankenhaus zwei mal wöchentlich
komplementärmedizinische Beratungen geben. "BM. Stöger soll dies dringend
fordern und umsetzen, sich dabei an Südtirol ein Beispiel nehmen. In Österreich
haben jedes Jahr 38.000 neuerkrankte Krebspatienten Vertrauen in die
Schulmedizin mit Komplementärmedizin, nicht aber auf Esoterik oder
Scharlatanerie.
"Krebspatienten in Österreich nehmen überlange Krankenstände in Anspruch",
erklärt Erlacher. Durch Medikamente zur Abschwächung der Nebenwirkungen von
Chemo- und Strahlentherapien, auch mit Mistel- oder Enzymtherapien, Selen- oder
Psychotherapien könnten die Krankenstände verkürzt und die Betroffenen schneller
wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. Gerade die Misteltherapie wirkt
meist enorm. Hilft sie doch auch psychisch, so Prof. Dr. Leo Auerbach bei der
Pressekonferenz. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat die
Misteltherapie für Krebspatienten seit 2.4.2007 auf Rezept freigegeben. Nur
halten sich die Gebietskrankenkassen fast nirgendwo daran und sagen: "Wir lassen
uns nichts vorschreiben, wir sind autonom, wir machen was wir wollen!" Das ist
Profilierungssucht auf den Rücken von Schwerstkranken; ein Machtwort ist
überfällig!
Ergebnisse des 1. Österreichischen Gesundheitskongresses
Österreich zeichnet sich durch zahlreiche Spitzenmediziner aus. Viele
Österreicher reisen dennoch zur Behandlung nach Deutschland oder in die Schweiz,
da in Österreich zu wenig Geld für Diagnostik, Therapie, medizinische Forschung
und Fortbildungsseminare vorhanden ist. "Kranke werden in Österreich überwiegend
gut behandelt. Leider gibt es Ausnahmen, an denen gearbeitet werden muss", nimmt
Erlacher zur aktuellen Diskussion in den Medien über österreichische
Krankenhäuser Stellung.
Generelles Rauchverbot in Gaststätten sofort umsetzen
Wenn BM. Stöger bei der Veranstaltung in der Wiener Urania am Montag sagte,
"alles Krankmachende gehört unterbunden", dann endlich ein generelles
Rauchverbot in allen Gaststätten. Passivrauchende Gäste, mit Kindern, das
Personal, sowie Wirte die unter der Wettbewerbsverzerrung leiden, werden es ihm
danken! "Ein Jahr zuschauen" zu Lasten der Passivraucher ist sträflicher
Leichtsinn und eines Gesundheitsministers unwürdig. (Krebspatienten für Krebspatienten)
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